Zentrum für Rechentherapie Bremerhaven/Cuxhaven/Zeven - Rechenstörung/Rechenschwäche/Dyskalkulie
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Die "Rechenschwäche-Therapie" -
nur eine wohlklingende andere Vokabel für Nachhilfe- oder Förderunterricht?

Rechenschwache Kinder benötigen wegen der individuell verschieden ausgebildeten, falschen Rechenstrategien (sog. »subjektive Algorithmen«) darauf abgestimmte individuelle Hilfen. Der klassische Förder- oder Nachhilfeunterricht ebenso wie vertiefender Schulunterricht führt bei rechenschwachen Schülern fast nie zum Erfolg, da dort zwangsläufig der aktuelle Schulstoff Gegenstand ist und nicht die fehlerhaften Lernstrategien des einzelnen Kindes. Schon allein wegen der Gruppengröße (auch in Förderklassen) kann nur in seltenen Ausnahmen überhaupt an der individuellen Ausgangslage Einzelner angeknüpft werden. Begreifen lässt sich nun mal nicht üben! So verpufft bei Kindern mit spezifischen Rechenstörungen meist jegliches Üben und "Festigen", da auf diese Weise die entscheidenden Grund- und Kerngedanken von Menge und Zahl für sie nicht zugänglicher gemacht werden. Und gerade die sind bei solchen Kindern vorab entweder gar nicht oder mit gänzlich falschen Vorstellungen besetzt. Es handelt sich in solchen Fällen nicht einfach um "Lücken" im Wissen! Routinisieren & Einüben zielt nicht auf Erklärung bzw. Aufdeckung fehlerhafter Rechenstrategien und macht so wirklich nur Sinn auf der Basis von bereits erkannten und begriffenen mathematischen Zusammenhängen.

Die an unserem Institut durchgeführte Lernintervention geht deshalb auf die spezifische Lernausgangslage des Schülers ein, indem sie gerade kein einheitliches Programm anwendet, das sich am irgendeinem vorgegebenen Stoff orientiert, sondern in Form einer integrativen Lerntherapie ein individuelles Bedarfstableau von Maßnahmen erstellt. Je nach den individuell ausgeprägten Eigenarten und Störungen des Lernprozesses sowie der subjektiven Verarbeitung der Leistungsschwäche werden entsprechende Lehr- und Lernformen gewählt und aktuell variiert. Unsere Therapieform der Lernbegleitung ist hierfür deshalb die Einzel- oder auch (in speziell aufeinander abgestimmten Fällen) die Doppeltherapie.

In der Mathematik bauen Lerninhalte sachlogisch streng aufeinander auf. Es muss daher abgesichert sein, dass der Schüler die inhaltliche Argumentation nötigenfalls auch kleinster Schritte nachvollziehen kann. Deshalb ist die zentrale Interventionsform der individual-therapeutische Lerndialog mit dem Schüler. Diesen zu führen, ist die Aufgabe eines mathematisch und pädagogisch-psychologisch ausgebildeten Lerntherapeuten, der die Grundlagen der Mathematik auf den Fall spezifiziert darlegen kann.

Eine in die Lerntherapie integrierte Verlaufsdiagnose sichert prozessbegleitend die Lernfortschritte, so dass durch angepasste Lernschritte systematisch die Defizite im Lernstoff aufgearbeitet werden können. Damit stiftet die Therapie von Beginn an ein begründetes und wachsendes Vertrauen der Schüler in ihr neu erworbenes Wissen und ihre Fähigkeiten.

Hier finden Sie weiterführende Materialien und Broschüren zum Thema Rechenschwäche ->
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